Forschungsprojekt INSPECTION detektiert und informiert gehackte Webseitenbetreiber

Nov 9, 2020

Das interdisziplinäre Konsortium des Forschungsprojektes INSPECTION hat seine Arbeit aufgenommen. Das Ziel der Akteure ist die Erkennung gehackter Webseiten im Umfeld von Fake-Shops und das Informieren der betroffenen Webseitenbetreiber.

Fake Shops sind gerade aktuell wieder verstärkt darauf aus, Konsumenten in Ihre Falle zu locken: Günstige Hygiene-Artikel oder Medikamente, die angeblich vor dem Corona-Virus schützen, die erst bezahlt werden müssen, dann aber nie ankommen. Um auf die vorderen Ränge der Suchmaschine zu kommen, schrecken sie dabei auch nicht davor zurück, Webseiten unschuldiger Bürger, Organisationen oder Unternehmen zu hacken und mit deren gutem Leumund die dortigen Besucher auf ihre Fake Shops weiterzuleiten.  Das Trickreiche dabei ist, dass man durch den gewohnten Aufruf der Webseite diese Manipulation gar nicht bemerkt.  Der illegale Eingriff bleibt daher vom Betreiber oft viele Jahre unbemerkt, denn die Webseiten funktionieren wie zuvor, nur dass der Betreiber plötzlich noch für ganz andere Themen gefunden wird als erwünscht. Problematisch dabei ist darüber hinaus, dass die gehackte Webseite noch mehr Schaden anrichten kann: von der Verteilung von Spam bis hin zu Ransomware. Eine Forschungsinitiative der mindUp Web + Intelligence GmbH im Verbund mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Cybersecurity Abteilung der BDO AG unter Mitwirkung von Verbänden – darunter auch Deutschland sicher im Netz e.V. –  und Webhostern erkennt gehackte Webseiten von außen und informiert gezielt die Betreiber.

 

Nähere Informationen finden sich auf der Projekt-Webseite:

http://www.web-inspection.de